Kommunalwahl 2025
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Am 14. September wird gewählt
Kommunalwahl 2025 in Stemmer – Ihre Stimme zählt!
Am 14. September 2025 ist es wieder so weit: In ganz Nordrhein-Westfalen – und damit auch bei uns in Stemmer – findet die Kommunalwahl statt. An diesem Tag entscheiden Sie mit Ihrer Stimme, wer in den kommenden Jahren unsere Stadt Minden, unseren Kreis und unsere Ortsteile mitgestaltet.
Was wird gewählt?
Bei der Kommunalwahl geben Sie insgesamt drei Stimmen ab – jeweils eine Stimme pro Wahlzettel:
- Stadtrat Minden
Sie wählen eine Kandidatin oder einen Kandidaten aus Ihrem Wahlbezirk (z. B. Stemmer), die oder der künftig im Rat der Stadt Minden sitzt. - Kreistag Minden-Lübbecke
Sie bestimmen, wer unseren Bereich im Kreistag vertreten soll – also in der politischen Vertretung für den gesamten Kreis. - Bürgermeister oder Bürgermeisterin der Stadt Minden
Die Bürgerinnen und Bürger wählen die Stadtspitze direkt. Erhält keine Person mehr als 50 % der Stimmen, gibt es am 28. September 2025 eine Stichwahl.
Stadtrat Minden
Der Stadtrat ist das Kommunalparlament der Stadt Minden.
Er entscheidet über alle wichtigen Angelegenheiten, die die Stadt direkt betreffen, z. B.:
- Bauprojekte und Stadtentwicklung
- Schulen, Kindergärten und soziale Einrichtungen
- Verkehr und öffentliche Sicherheit
- Kultur, Sport und Vereine
Der Stadtrat besteht aus gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Stadtbezirke, also z. B. auch für Stemmer.
Er legt den Haushalt der Stadt fest und kontrolliert die Stadtverwaltung.
Kreistag Minden-Lübbecke
Der Kreistag ist das Parlament des Kreises Minden-Lübbecke, also der übergeordneten Verwaltungsebene.
Er kümmert sich um Aufgaben, die mehrere Städte und Gemeinden betreffen, wie z. B.:
- Öffentlicher Nahverkehr im Kreis
- Krankenhäuser und Gesundheitsversorgung
- Abfallentsorgung und Umweltschutz
- Wirtschaftsförderung und Regionalplanung
- Schulen mit Kreiszuständigkeit (z. B. Berufskollegs)
Der Kreistag entscheidet über den Kreis-Haushalt und steuert die Kreisverwaltung.
Fragen an die beiden Kandidaten
Fragen an Udo Braun-Niermann
1. Was motiviert Sie persönlich, sich für Stemmer und den Wahlbezirk 06 im Stadtrat sowie im Kreistag einzusetzen?
Seit fast zehn Jahren bin ich als Ortsbürgermeister in Stemmer unterwegs. Dieses politische Ehrenamt und der Einsatz für den Menschen vor Ort macht mir große Freude. Zum Einstieg in meine neue Lebensphase im kommenden Jahr habe mich dazu entschieden, dieses Engagement zu erweitern und mich erstmals als Direktkandidat der SPD im Wahlbezirk Kutenhausen/-Stemmer für den Stadtrat Minden aufzustellen, Ideen anzustoßen und mich intensiv den neuen Aufgaben in unserer Heimat zu stellen.
2. Welche drei Themen liegen Ihnen für Stemmer und die umliegenden Ortsteile am meisten am Herzen?
Wichtig sind für mich die besseren Nahverkehrsanbindung in die Innenstadt, die Unterstützung einer lebendigen Ortsgemeinschaft, die ohne Ehrenamt, Vereine und kulturelle Angebote nicht funktionieren und die Umsetzung nachhaltiger Energie und Wohnkonzepte um attraktive Bedingungen für Familie, Kinder und Senioren zu schaffen.
3. Wie möchten Sie die Infrastruktur in Stemmer (z. B. Straßen, Radwege, ÖPNV) in den nächsten fünf Jahren verbessern?
In meiner Arbeit als Ortsbürgermeister sind mir viele Situationen bekannt, an denen gearbeitet werden muss. Bis jetzt war ich darauf angewiesen, das mit den Stadtverordneten in der Stadt zu kommunizieren und dazu benötigt man einen sehr langen Atem. In Zusammenarbeit mit der SBM war es mir in den letzten Jahren möglich, den Dorfplatz zu erneuern, die Straßendecke in der Stemmer Landstraße zu ertüchtigen und die Fahrradwege nach Stemmer weiter auszubauen. Da ist aber noch viel zu tun. Für den ÖPNV müssen neue Ideen umgesetzt werden, die bereits in anderen kleinen Städten in Nordrhein-Westfalen in der Erprobung sind. Wichtig sind auch Ideen für einen sicheren flächendeckende Ausbau im Gesundheitswesen um eine Versorgung im Norden zu gewährleisten. So könnte es z.B. eine Arztpraxis mit mehreren Standorten geben, die für alle schneller erreichbar wären.
4. Welche Rolle spielen Vereine, Kultur und Dorfgemeinschaft für Sie – und wie wollen Sie diese fördern?
Ich bin seit vielen Jahren Mitglied im Förderverein des Fritz-Homann-Bades und engagiere mich dort nach Kräften. Der seit circa zehn Jahren aktive Kultverein, in dem ich Mitglied bin, setzt in Stemmer ebenfalls Akzente. Diese gemeinsame Arbeit hat mir gezeigt wie wichtig Vereine für die Dorfgemeinschaft sind. Auch mit den anderen Vereinen stehe ich aufgrund meiner Tätigkeit im Ort in Kontakt um als Bindeglied mit der Stadt zur Verfügung zu stehen. Mit Freude erkenne ich auch, dass junge Familien sich im Ort engagieren und in die bestehenden Vereine eintreten oder selbst mit neuen Ideen Gemeinschaften bilden und so an der Zukunft in Stemmer erfolgreich arbeiten.
5. Wie beurteilen Sie die aktuelle Entwicklung in Stemmer hinsichtlich Wohnraum und Neubau? Was sollte hier aus Ihrer Sicht getan werden?
Wichtig ist, dass die Mitbürgerinnen und Mitbürger im Mindener Norden ausreichenden und bedarfsgerechten Wohnraum finden. Das kann durch Modernisierung und Umbau geschehen. Wichtig ist mir dabei, dass der Charakter des Ortsbildes dabei nicht verloren geht und eine gute Grundversorgung besteht. Deshalb ist es wünschenswert, das kompakte Gefüge unserer Dörfer zu erhalten. Im Stadtrat werde ich mich dafür einsetzen, dass die Stadtverwaltung die entsprechenden Rahmenbedingungen schafft.
6. Was ist Ihre Haltung zum Thema Umwelt- und Naturschutz in unserer Region? Welche konkreten Maßnahmen möchten Sie unterstützen?
Gerade in Zeiten des Klimawandels ist es wichtig, dass wir unsere natürlichen Ressourcen erhalten. Die Region wird perspektivisch stärker von Hitze und Trockenheit betroffen sein. Das ist schlecht für ältere Menschen und Kinder, aber auch für die Landwirtschaft. Deshalb müssen wir alle gemeinsam stärker daran arbeiten, unsere Dörfer klimaresilienter und lebenswerter zu machen, durch Maßnahmen für Starkregen, Vertragsnaturschutz, Schattenbäume, Beratungsmaßnahmen für Bürgerinnen und Bürger etc.
7. Wie sehen Sie die Zusammenarbeit von Stadt und Kreis – was läuft gut, was muss besser werden?
Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis verläuft grundsätzlich zufriedenstellend . Als Ortsbürgermeister sehe ich noch Potential. Die Informationen der Bürgerinnen und Bürger bei der Erstellung des Landschaftsplans Minden Nord und die Berücksichtigung der Bürgereingaben waren unbefriedigend. Hier muss der Kreis für seine Aktivitäten besser werben.
8. Trotz unterschiedlicher Parteizugehörigkeit sind Sie persönlich befreundet. Wie gelingt Ihnen die Zusammenarbeit über Partei-Grenzen hinweg zum Vorteil von Stemmer?
Wolfgang und ich haben uns im Förderverein kennen und schätzen gelernt. Parteizugehörigkeit hat hier nie eine Rolle gespielt. Unser beider Interesse gilt dem Bad und seinem Fortbestand. Wolfgangs erfrischende Zukunftsideen waren dabei stets motivierend.
Für uns steht im Vordergrund, was für Stemmer am besten ist. Wir sprechen offen miteinander und hören uns gegenseitig zu. Persönliche Freundschaft hilft dabei: Man begegnet sich mit Respekt und weiß, dass man sich aufeinander verlassen kann. So gelingt es, über Parteigrenzen hinaus Projekte anzustoßen, die dem Dorf und seinen Menschen zugutekommt.
Fragen an Wolfgang Lüftner
1. Was motiviert Sie persönlich, sich für Stemmer und den Wahlbezirk 06 im Stadtrat sowie im Kreistag einzusetzen?
1990 sind meine Familie und ich nach Minden-Stemmer gezogen. Die freundliche und einnehmende Herzlichkeit war mit ein Grund, sich sofort heimisch zu fühlen.
Ich hatte nie das Gefühl, ein Zugezogener zu sein.
Zuhause zu sein setzt aber für mich auch voraus, sich in die Gemeinschaft einzubringen und sich für die Gemeinschaft zu engagieren.
Bisher war mein Fokus überwiegend auf Stemmer ausgerichtet, doch um in der Stadt Minden und im Kreis Gehör zu bekommen, ist es wichtig, mit einer bekannten und vielleicht manchmal auch lauten Stimme sich Aufmerksamkeit zu verschaffen.
Damit dieses Zuhause auch weiterhin ein Stück Heimat ist, werde ich mich in Stemmer und Kutenhausen weiterhin für unsere Einwohner und Bürger einsetzen.
Und im Kreistag für den Wahlbezirk 2, der Todtenhausen, Aminghausen und Leteln zusätzlich umfasst, möchte ich dieses Gefühl auf Kreisebene hinaustragen.
2. Welche drei Themen liegen Ihnen für Stemmer und die umliegenden Ortsteile am meisten am Herzen?
Schulentwicklung – Wohnortnahe Schuleinrichtungen
Freizeitgestaltung – Freibad, Sportanlagen
Alter – Altersgerechtes Wohnen, Gegensteuerung gegen Vereinsamung
3. Wie möchten Sie die Infrastruktur in Stemmer (z. B. Straßen, Radwege, ÖPNV) in den nächsten fünf Jahren verbessern?
Die Infrastruktur ist meinem Kenntnisstand nach gut ausgebaut. Weitere Straßen und Radwege sind nicht notwendig.
Was aber nicht ausschließt, dass Verbesserungen möglich sind. Dazu benötige ich aber weitere Informationen.
Der ÖPVN ist in seiner derzeitigen Angebotslage nicht attraktiv genug, um damit ein Umdenken bei den Autofahrern zu erreichen.
Wie das Angebot unter Berücksichtigung von Kosten und Nutzen verbessert werden kann, ist eine Aufgabenstellung der nächsten Jahre.
Hier sind neue Konzepte mit neuen Techniken und Dienstleistungen gefragt.
4. Welche Rolle spielen Vereine, Kultur und Dorfgemeinschaft für Sie – und wie wollen Sie diese fördern?
Die Dorfgemeinschaft definiert sich auch über Ihre Vereine. Wir finden in Kutenhausen und Stemmer viele Vereine und Vereinigungen, die aktiv an der Gestaltung der Dorfgemeinschaft mitwirken.
Und aus der Mitte von Dorfgemeinschaft und Vereinen entsteht Kultur und wird Kultur gelebt.
Ein gutes Beispiel dafür ist der Kultur Herbst Stemmer, der dieses Jahr das erste Mal durchgeführt wird.
Bei der Frage nach Förderung kommt für mich die Frage auf, nach welcher Förderung gefragt wird. Finanzielle Unterstützung, Personal, Räumlichkeiten, Genehmigungen.
In Abhängigkeit von dem Projekt, das umgesetzt werden soll, kann nach einer Förderung gefragt werden.
Für mich steht aber an erster Stelle, Projekte ohne Förderung zu verwirklichen. Förderungen können nur ein Zubrot sein.
Wenn die finanzielle Förderung den eigenwirtschaftlichen erzeugten Finanzanteil überschreitet, ist zu entscheiden, ob das Projekt noch sinnvoll ist.
5. Wie beurteilen Sie die aktuelle Entwicklung in Stemmer hinsichtlich Wohnraum und Neubau? Was sollte hier aus Ihrer Sicht getan werden?
Stemmer ist im Rahmen der städtischen Entwicklung derzeit nicht durch Ausweisungen von Neubaugebieten bedacht. Wie die zukünftige Entwicklung sein wird, ist derzeit nicht vorhersehbar.
Daher kann ich zu dieser Frage keine vollumfängliche Antwort geben. Unser Augenmerk sollte aber auf die Altersstruktur der Bevölkerung gesetzt werden.
Viele Haushalte in Stemmer bestehen nur noch aus 2 oder auch nur 1 Person auch in großen Häusern.
Familien mit Kindern den Erwerb von diesen Häusern zu ermöglichen und gleichzeitig den 1 und 2 Personenhaushalten einen Verbleib in der Dorfgemeinschaft zu ermöglichen, ist eine Aufgabe der nächsten Jahre.
Dafür sind kreative Ideen notwendig. Tiny-House, Wohngemeinschaften, Mehrgenerationenhaus sind hier einige der Modelle, die bereits umgesetzt wurden. Warum nicht auch in Stemmer.
6. Was ist Ihre Haltung zum Thema Umwelt- und Naturschutz in unserer Region? Welche konkreten Maßnahmen möchten Sie unterstützen?
Aus meiner Sicht erlebe ich die Umwelt und den Naturschutz in unserer Region positiv besetzt.
Nach den Meldungen in den vergangenen und im aktuellen Jahr sollte sich unser Blick auf die städtische Wasserversorgung richten.
Die Klimaveränderungen werden uns mittelfristig dazu zwingen, mit unserem Wasser sparsamer umzugehen.
Darum müssen wir jetzt in die Vorsorge gehen und mit geeigneten Mitteln und Investitionen dieses Problem für unsere nachfolgenden Generationen leichter machen oder ganz lösen.
Das Thema Energie wird uns weiterhin begleiten. Windkraft und Solarenergie sind Themen, die unser Zuhause in Zukunft beschäftigen werden.
7. Wie sehen Sie die Zusammenarbeit von Stadt und Kreis – was läuft gut, was muss besser werden?
Mein Anliegen ist, als Mindener Bürger im Kreistag und Kreisverwaltung die Interessen der Stadt Minden und insbesondere des Kreiswahlbezirks 2 zu vertreten.
Der Konflikt, der dadurch entstehen kann, dass ich für Stadtrat und Kreistag gleichzeitig kandidiere, sehe ich positiv.
Weil ich bei Themen, die Stadt und Kreis gleichzeitig betreffen, beide Seiten kennenlernen werde, ist es mir möglich, aus diesem Informationsstand heraus eine hoffentlich gute Entscheidungsgrundlage für beide Bereiche zu finden.
8. Trotz unterschiedlicher Parteizugehörigkeit sind Sie persönlich befreundet. Wie gelingt Ihnen die Zusammenarbeit über Partei-Grenzen hinweg zum Vorteil von Stemmer?
Udo Braun-Niermann und ich arbeiten seit Jahren im Vorstand des Fördervereins Fritz-Homann-Bad zusammen. Parteipolitik war und ist bisher kein Thema gewesen. Was nicht heißt, dass nicht über Politik diskutiert wird.
Jeder hat seine eigenen Ansichten über den Weg, der eingeschlagen werden muss, um die gemeinsamen Ziele für Stemmer zu erreichen. Da wird auch kontrovers über Themen gestritten, aber immer im gegenseitigen Respekt.
Wir leben Demokratie und dies soll auch in Zukunft die Basis unserer persönlichen Beziehungen sein.
9. Wie wollen Sie die Bürgerinnen und Bürger in Stemmer besser in politische Entscheidungen einbinden?
Es gibt viele Möglichkeiten, an der politischen Willensbildung und der daraus entstehenden politischen Entscheidungen teilzunehmen.
Nur durch unterschiedliche Informationsquellen, Sichtweisen und Sachverstand kann ich mir ein Bild zu den Problemen und Anliegen machen, über die letztendlich im Stadtrat und Kreistag entschieden werden.
10. Was möchten Sie den Menschen in Stemmer zum Schluss noch mit auf den Weg geben, warum sie Ihnen ihre Stimme geben sollten?
Das Mögliche machbar machen.
Dieser Leitsatz, den ich mir für meine Kandidatur gegeben habe, möchte ich in den nächsten 5 Jahren für die Bürgerinnen und Bürger
der Wahlbezirke 6 (Stadt) und 2 (Kreis) umsetzen.
Mein persönliches Engagement für die Gemeinschaft werde ich mit Ihrem Auftrag, Ihrer Stimme bestmöglich umsetzen.